Blog Kindersicherheit im Haus
Wohnblog über Kindersicherheit in der Wohnung
Innenarchitektur Blog über Kindersicherheit im Haus

Blog Kindersicherheit: Wohnblog für ein sicheres Zuhause für Ihr Kind

Mit diesem Blog über das Thema Kindersicherheit und Sicherheit im Haushalt möchte ich Sie informieren und die Gefahrenquellen für Babys, Krabbelkinder und Kleinkinder benennen und so Ihr Zuhause kindersicher machen.

 

Die meisten Unfälle passieren im Haushalt. Dies gilt nicht nur für uns Erwachsene. Kinder haben einen enormen Entdeckerdrang. Es mangelt ihnen aber an Bewußtsein und Erfahrung für Gefahren in Ihrer Umgebung. Fakt ist: die meisten Unfälle passieren bis die Kinder in die Schule kommen.

 

Kinder sind neugierig und erkunden Ihre Umwelt. Ich möchte Sie nicht dazu animieren unzählige Sicherheitsprodukte für Ihr Kind zu kaufen, sondern Sie in diesem Innenarchitektur Blog über Kindersicherheit informieren, welche Gefahren im Haushalt lauern und Ihren Blick für vermeidbare Risiken schärfen - für mehr Kindersicherheit zuhause.

Blog Kindersicherheit zuhause für das Baby

Sichern sie den Wickeltisch und die die Wickelkommode mit einer gepolsterten Auflage mit erhöhter Umrandung. Die wichtigste Regel beim Wickeln lautet: immer eine Hand am Baby.

 

Für die Sicherheit Ihres Babys sollten Sie daher alle nötigen Wickelutensilien in ihrer direkten Reichweite aufbewahren. Das gilt für den Windeleimer, Feuchttücher, die Strampler etc. Hängen Sie doch einfach ein kleines Regal neben dem Wickeltisch an die Wand - natürlich außerhalb der Reichweite Ihres Kindes.

Gefahren für Ihr Kind: Elektrik

Kabel, Steckdosen und Lampen sind eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle für Ihr Kind. Daher ist es unerlässlich für alle Steckdosen, die für Ihr Kind erreichbar sind, genormte Steckdosensicherungen und keine unzertifizierte Billigware aus Fernost zu kaufen.

 

Nehmen Sie daher Sicherungen mit einer Drehscheibe und Feder: der Stecker muss mit der Scheibe beim Einstecken um 45 Grad gedreht werden. Wird der Stecker entfernt, verschließt sich die Steckdose automatisch und Ihr Kind kann nichts mehr in die Steckdose stecken. So verhindern Sie, dass Ihr Kind auf Entdeckertour in den Steckdosen prokelt.

 

Verwenden Sie LED Lampen für Ihr Kinderzimmer. Energiesparlampen sind ein absolutes No Go. Wenn sie zerbrechen, entweicht giftiges Quecksilber. Kabel animieren Ihr Kind daran zu ziehen. Verstecken Sie, wenn möglich, im Kinderzimmer die Kabel in einem Kabelkanal. Den kann man unsichtbar machen, wenn man ihn einfach beim Streichen der Wände mit der gleichen Farbe überstreicht. Wo das nicht geht: Textilkabel sind widerstandsfähiger gegen die Bastellschere und im Übrigen auch schöner.

 

Mittlerweile ist ein Brandschutzmelder unter der Decke in allen Wohnräumen Pflicht. Achten Sie besonders im Kinderzimmer darauf, dass sie auch wirklich funktionieren. Spätestens jedes halbe Jahr sollten Sie deshalb einen Funktionstest durchführen.

Risiko für Ihr Kind: Vergiftung

Prüfen Sie bitte: Sind alle Zimmerpflanzen unbedenklich? Ihr Kind erkundet seine Umwelt mit dem Mund. Primel, Amaryllis und Alpenveilchen sind zum Beispiel extrem giftig.

 

Reinigungsmittel sollten Sie nicht unverschlossen und in Kinderhöhe aufbewahren. Die WC- Ente, mit dieser interessanten Form und Farbgebung, gehört daher nicht neben dem WC geparkt. Verstauen Sie deshalb die Reinigungsmittel in einem abschließbaren Schrank.

 

Das gilt auch für Arzneimittel. Medikamente im Nachttisch sind nicht kindersicher. Dafür bietet ein kleines, hoch aufgehängtes Arzneischränkchen genügend Schutz, damit Ihr Kind nicht an den verlockenden, bunten Pillen nascht.

Gefahren für Ihr Kind: Sturzgefahr

Jedes Kind klettert gerne. Klettern gehört zur Entwicklung Ihres Kindes dazu. Stellen Sie daher im Gitterbettchen die Matratze rechtzeitig nach unten, bevor Ihr Kind versucht heraus zu klettern und aus dem Bett fällt.

 

So schön Hochbetten für Kinder sind.... Ihr Kind sollte erst darin schlafen, wenn sicher gestellt ist, dass es sicher und alleine hoch, aber vor allem auch wieder runter klettern kann. Bis dahin sollten Sie die Leiter entfernen. Ihr Kind wird sich nachts beim Schlafen drehen. Auch um die eigene Achse. Ich finde es erschreckend, von wieviel Kindern ich schon gehört habe, die auf Grund von mangelndem Schutz aus dem Hochbett gefallen sind. Also bitte: denken Sie an den umseitigen Fallschutz. Er sollte mindestens 50cm höher als die Matratze und so beschaffen sein, dass Ihr Kind nicht mit dem Kopf durchpasst.

 

Die wichtigste Regel ist: kein Abstand größer als 10cm. Wenn der Abstand von zwei Streben größer als 10cm ist, passt ein Kinderkopf hindurch und die Ohren verhindern das zurück ziehen. Passt der Kopf – passt meist auch der Körper hindurch.

 

Diese Regel gilt auch für Treppensturz-Gitter. Es sollte selbstverständlich sein, Treppen mit einer Sturzsicherung auszurüsten. Dabei ist ganz wichtig: achten Sie auf eine „bombensichere“ Montage. Beim Toben kann Ihr Kind auch mit voll Karacho dagegen rennen.

 

Prüfen Sie bitte auch Ihr Treppengeländer, ob es die 10 cm Regel erfüllt. Querstreben im Geländer sind architektonisch schön, aber auch bestens zum Klettern geeignet. Notfalls gibt es Gitternetze und Planen die man temporär an das Geländer binden kann, um die Sturzgefahr für Ihr Kind zu minimieren.

 

Als Balkonsicherung empfehle ich ebenfalls Balkonnetze und Planen, die man am Geländer mit Kabelbindern befestigen kann. Ihr Kind kann auf Querstreben hoch klettern und bei Balkongeländern gilt auch wieder die 10 cm Regel. Messen Sie daher lieber nach, wie weit die Streben bei Ihnen Zuhause auseinander liegen und sorgen Sie gegebenenfalls für den entsprechenden Schutz für Ihr Kind.

Fenster: Eine Gefahrenquelle im Haus

Die Fenster in Ihrem Zuhause sollten mit einer Kindersicherung ausgerüstet sein. Dafür gibt es abschließbare Fenstergriffe. Ein Kind ist mit zwei Jahren aber durchaus in der Lage einen Schlüssel umzudrehen. Benutzen Sie daher lieber kindersichere Griffe, bei deren Bedienung man zusätzlich einen Knopf fest drücken muss, um am Griff zu drehen. Dies gilt vor allem für die Fenster im Kinderzimmer.

 

Allerdings muss man auch mal Lüften. Bitte beachten Sie dass sich keine bekletterbaren Möbel und Spielzeuge in der Nähe des offenen Fensters befinden. Sonst ist die Distanz zum vermeintlich hohen Fensterbrett schnell überwunden. Ihr Kind sollte daher nie mit seinem Knie die Fensterbank erreichen können.

 

Glastüren und große Fensterflächen sollten aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) bestehen, denn dieses Glas zersplittert genauso wie Autoglas in quadratische Glasstückchen. In einer Mietwohnung oder bei teilverglasten Flächen ist nachträglich ein einfacher Schutz möglich, wenn Sie diese Gläser einfach mit Splitterschutzfolien ausrüsten, um Ihr Kind vor Schnittverletzungen zu schützen.

Quetschungen vermeiden

Verhindern Sie, dass Ihr Kind sich die Finger in der Tür klemmen kann. Schnell wirft ein Luftzug die Zimmertür zu. Genauso schnell sind die Fingerchen dazwischen gesteckt und gequetscht. Sichern Sie daher die Zimmertüren mit einem Türstopper.

Viele Eltern sichern Schubladen mit Kindersicherungen, um eine Quetschgefahr auszuschließen und auch den Inhalt gegen Ausräumen zu sichern. Wenn Sie Bügelgriffe in Ihrer Küche haben, tut es auch ein Kochlöffel der hinter die Griffe gesteckt wird. Dies sieht originell aus und so haben Sie Ihren Kochlöffel immer griffbereit.

Die Faszination von Schlüsseln auf Ihr Kind

Ihr Kind wird sich einschließen, wenn es den Schlüssel zur Zimmertür erreichen kann. Sie sollten auf den Schlüssel zum Bad verzichten, solange Ihr Kind klein ist. Bewährt hat sich ein Drehschild an der WC Tür. Man kann es umdrehen, wenn besetzt ist und man ungestört sein möchte. Diese WC-Schild können Sie schön selbst gestalten und mit einem entsprechenden für Ihr Kind lesbaren Zeichen bemalen.

 

Falls Sie nicht auf Schlüssel verzichten möchten: die Türen sollten auf jeden Fall von außen zu öffnen sein, auch wenn von innen abgeschlossen ist. Einschließen ist eine Sache, aber das heißt noch lange nicht, dass Ihr Kind auch wieder aufschließen kann.

Sicherheit für Ihr Kind: Kopfstoßgefahr

Ihr Kind wird sich den Kopf stoßen. Das können Sie gar nicht verhindern. Auch uns Erwachsenen passiert das manchmal. Aber ein Kleinkind hat eine andere Kopfhöhe als Sie und so liegen die Stosskanten oberhalb seines Sichtfeldes. Scharfe Ecken und Kanten an Möbeln verursachen bei Ihnen höchstens einen blauen Fleck am Bein – bei Ihrem Kind kann das aber ins Auge gehen.

 

Gucken Sie sich zum Beispiel Ihren Couchtisch genauer an und prüfen Ihn auf Ecken und Kanten. Den Glascouchtisch sollten Sie im Keller einlagern, solange ihr Kind klein ist. Glasplatten in dieser Höhe sind nun wirklich zu gefährlich für Ihr Kind.

Gefahren für Ihr Kind: Küche

Das kleine Kind hat alleine in der Küche nichts zu suchen. Dies gilt im Übrigen auch für das Bad. Schließlich können Sie ja nicht überall sein und wie schnell ist der Topf mit dem kochenden Wasser vom Herd gezogen und Ihr Kind verbrüht.

 

Selbstverständlich sollte der Herd mit einem Herdschutzgitter gesichert werden. Ein gutes Schutzgitter erkennen Sie daran, dass es um die Ecke geht und auch vor dem drunter durch Greifen schützt. Prüfen Sie bitte auch alte Backofentüren, ob sie heiß werden können.

 

Die meisten Eltern wissen von der Gefahr, die durch heiße Geräte ausgeht. Denken Sie bitte auf jeden Fall auch daran, Ihr Kind von der Spülmaschine fern zu halten - Klarspüler und Reinigungspulver sind für Ihr Kind lebensgefährlich und die bunten Tabs zu verlockend. Außerdem befinden sich in der Spülmaschine auch die Messer und spitzen Gegenstände, die Sie sonst sorgfältig in der Küche gesichert haben.

 

Neuere Geräte haben schon eine integrierte Kindersicherung. Aber auch alte Geräte sind mit einer Gerätesicherungen nachrüstbar. Dies gilt auch für Kühlschränke. Diese sind gefährlich, wenn Sie Alkohol darin aufbewahren. Bitte beachten Sie das Kinder gerne an Kabeln ziehen. Wasserkocher und Toaster gehören also aus der Reichweite der Kinderhände.

Allgemein gilt für Kindersicherheit:

Ihr Kind rennt und tobt durch Ihr Zuhause. Darum gehören auf glatten Böden Antirutschmatten unter Teppiche. Der Einsatz dieser rutschhemmenden Matten oder Teppichgitter sollte schon für die eigene Sicherheit selbstverständlich sein. Prüfen Sie deshalb bitte auch den Kinderspielteppich auf seine Rutscheignung und rüsten sie Ihn gegebenenfalls nach.

 

Ist die Rollo-Zugschnur für Ihr Kind erreichbar? Wenn es daran zieht, kann das Rollo ihm auf den Kopf fallen. Oder Ihr Kind kann sich darin verheddern und sich im Schlimmsten Fall sogar strangulieren. Rollo-Schnüre gehören auf jeden Fall mit einem Beschlag an der Wand gesichert. Die Vorhangstange sollte deshalb auch nicht nur gerade so halten. Mit Sicherheit wird Ihr Kind wird mit dem Vorhang verstecken spielen wollen und ganz daran ziehen.

 

Sind Ihre Möbel kippsicher? Regale üben einen großen Reiz zum Klettern aus, und Ihr Kind wird sich daran hochziehen. Aus diesem Grund gehören alle Regale in der Wohnung mit Winkeln an die Wand geschraubt. Bedenken Sie auch, dass lose Einlegeböden im Kindergreif-Bereich unbedingt verschraubt werden sollten, damit der Inhalt nicht auf Ihr Kind kippt.

 

Im Wohnzimmer sind die großen, teuren Flachbild-Fernseher, die schnell über 30 Kilo wiegen können, eine Gefahr. Mit Sicherheit wird Ihr Kind die bunten Bilder begreifen wollen. Wie schnell kann dann so ein Fernseher auf Ihr Kind kippen!

 

Achten Sie daher bitte auf eine TV-Kippsicherung. Schrauben Sie darum den Fuß fest oder noch besser: hängen Sie gleich den Fernseher mit einer kindersicheren Wandhalterung an die Wand. Knien Sie sich einfach mal hin und betrachten Ihre Wohnräume aus Sicht Ihres Kindes. Dann können Sie Ihre Räume gut auf Erreichbarkeit und Gefahrenquellen überprüfen - für mehr Kindersicherheit Zuhause.

Claudia Haubrock / Lorettostraße 51 / 40219 Düsseldorf / FON 0211 39 84 191